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Ideenforum: Lernen von der Natur für die Natur

Ilse Gebeshuber und Eva Gebauer im BionicumBild vergrössernIlse Gebeshuber und Eva Gebauer

"Im Tier- und Pflanzenreich finden sich viele clevere Strategien, die uns Menschen als Inspiration für technische Erfindungen dienen können. Und das auf sehr umweltfreundlichem Weg. So kann ein Lack, der den Haihauteffekt imitiert, den Treibstoffverbrauch bei Schiffen deutlich senken", sagte Dr. Eva Gebauer, Leiterin des Bionicums, und ergänzt: "Die aktuelle Klimadebatte bestärkt uns darin, den positiven Effekt bionischer Forschung stärker in den Fokus zu rücken."

Am Vormittag wurden Schüler mit Unterstützung des Tiergartens an das Thema Upcycling herangeführt. Sie stellten fest, dass man aus Nashornkot hervorragend Papier herstellen kann. Vielleicht ein Rohstoff der Zukunft? Ein Umweltquiz half spielerisch zu lernen, welchen Beitrag die Bionik zum Umweltschutz leistet.

Bei den Vorträgen am Nachmittag erläuterte Professor Ille C. Gebeshuber von der TU Wien, wie Strukturen und Prozesse aus der Natur in umweltfreundliche Technologien umgesetzt werden können. "Ich finde, die Natur ist der beste Lehrmeister", erklärte die Wissenschaftlerin. Im Anschluss wurden zwei der aktuell laufenden BayBionik-Projekte vorgestellt: Matthias Weichselgartner von der TH Deggendorf arbeitet an Oberflächen, die sich wie Blätter von Pflanzen immer wieder selbst reparieren und reinigen - frische Kratzer auf Autos oder Landmaschinen würden einfach von selbst verschwinden! Auf diese Weise könnten umweltschädliche Lacke und Reinigungsmittel eingespart werden. Kai Mayer (Universität Bayreuth) und Martin Reimer (TU München) beschäftigen sich mit naturinspirierten Technologien. Ideengeber für die Herstellung biologisch abbaubarer Lichtleiter aus Pflanzenfasern und Spinnenseide ist der Gießkannenschwamm, ein Tiefseelebewesen mit einem Skelett aus biogenem Glas.


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