Umweltschutz mit der Natur als Lehrmeister

Erwachsene im BionicumBild vergrössern Erwachsene im Bionicum; Foto: Steffi Apenburg

Die Natur macht es uns vor. Um umweltbewusste, effiziente Technik aus Vorbildern der Natur zu entwickeln, wurde der neue bayerische Projektverbund „BayBionik – Von der Natur zur Technik“ vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ins Leben gerufen. Fünf bayerische Hochschulen und Universitäten werden dazu bis Ende 2021 intensiv an sechs Projekten forschen. Auch das Bionicum im Tiergarten Nürnberg ist beteiligt. In der Ausstellung des Bionicums kann sich Jung und Alt über das Thema Bionik informieren und an vielen Mitmachstationen selbst ausprobieren, welche intelligenten Ideen die Biologie für die Technik bereithält. Das Bionicum wird die Öffentlichkeit in den nächsten drei Jahren auch über die Fortschritte der Forschungsprojekte auf dem Laufenden halten, zum Beispiel durch Sonderausstellungen, Abendveranstaltungen und Podcasts.

Lernen möchten die Wissenschaftler unter anderem von der fleischfressenden Kannenpflanze, die mit ihrer glitschigen Oberfläche Insekten in ihr Inneres befördert. Überträgt man dieses Prinzip auf die Technik, könnten künftig zum Beispiel Muschelteppiche an Schiffsrümpfen oder von Gebäudedächern hängende Eiszapfen umweltverträglich vermieden werden. Finanziert werden die Forschungsprojekte, ebenso wie ein Koordinierungs- und das Bionicum-Begleitvorhaben, mit rund 1,8 Millionen Euro vom Umweltministerium. Am Projektverbund BayBionik beteiligt sind neben dem Bionicum Nürnberg die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Technische Hochschule Deggendorf (THD), die Universität Bayreuth, die Technische Universität München am Standort Straubing (TUM Straubing) und die Technische Hochschule Nürnberg (TH Nürnberg). Gemeinsam werden die Partner verantwortungsvolle Innovation nach dem Vorbild der Natur durch wissenschaftlich-technischen Fortschritt ermöglichen.




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