Archiv 2020

High-Tech nach Vorbild der Bienen

Bild vergrössernQuelle: H.R. Heilmann, HOBOS-Team

Mit ihrer Orientierungsleistung kann kein Roboter mithalten und auch im Bau ihrer Waben steckt High-Tech: Bienen sind in weiten Bereichen der menschlichen Technik voraus. Ihre faszinierenden Methoden sind am 12.11.2014 Schwerpunkt des diesjährigen Jahrestreffens der bayerischen Bioniker in Nürnberg. In seinem Schwerpunktvortrag wird Prof. Dr. Jürgen Tautz, Bienenexperte von der Universität Würzburg und Initiator des Projekts HOBOS (HOneyBee Online Studies), die biologischen Grundlagen der sogenannten „Selbststrukturierung“ erläutern – eine Technik, mit der Bienen die anfangs runden Bienenwaben allein durch Erhitzen in ihre bekannte, sehr stabile sechseckige Form verwandeln. „Über Jahrhunderte hinweg hat die Regelmäßigkeit der Bienenwaben Forscher verblüfft, jetzt erst haben wir herausgefunden, wie sie zustande kommt“, erklärt Tautz. Die Selbststrukturierung ist eines von vielen Beispielen, das sich der Mensch zum Vorbild genommen hat. Die Technik wird mittlerweile eingesetzt, um etwa Bleche stabiler zu machen. Auch der Vibrationsalarm bei Handys könnte dank der Bienen in Zukunft weniger Akku verbrauchen: Forscher fanden heraus, dass die sechseckigen Waben Schwingungen besonders gut verstärken.

Wissenschaftler und Interessierte sind eingeladen, sich über das Thema „Selbststrukturierung“ und weitere Themen wie bionische Werkstoffe, künstliche Spinnenseide und künstliche Muskeln für Roboter zu informieren und auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung „Ideenreich Natur“.

www.hobos.de


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