Archiv 2020

Sonderausstellung "Natur trifft Architektur" seit 06.12.2016

Bild von futuristisch geformten Hochhäusern auf einer Ausstellungstafel.Bild vergrössernEingangstafel

Junge Wissenschaft mit alten Wurzeln – wie die Architektur Vorbilder aus der Natur in der Praxis nutzen kann, zeigt die neue Sonderausstellung "Natur trifft Architektur" im Bionicum im Nürnberger Tiergarten. In der Ausstellung dreht sich alles um das Thema Baubionik: Schnecken und Muscheln sind Spezialisten für mobiles Wohnen. Vögel bauen erstaunlich robuste Behausungen. Bambus reckt sich viele Meter in die Höhe, aber knickt selbst bei starkem Wind nicht um.

"Die vielfältigen Bauweisen der Natur zu entschlüsseln und auf die Architektur der Menschen zu übertragen, ist immer wieder eine Herausforderung", betonte Daniel F. Ulrich, Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg anlässlich der Ausstellungseröffnung. Dr. Eva Gebauer, Leiterin des Bionicums, erläuterte: "Baubionik ist längst keine Vision mehr. Aus Erkenntnissen dieser jungen Wissenschaftsdisziplin werden mit effizientem Einsatz an Energie und Baumaterial z.B. sturmfeste Wolkenkratzer, erdbebensichere Brücken oder energiesparende Gebäude konstruiert."

Neben einem modernen Energiemanagement soll das Haus der Zukunft auch wie Lebewesen auf Veränderungen in seiner Umwelt reagieren können für noch mehr Komfort, Attraktivität und Nachhaltigkeit: Für einen wetterfühligen Holzbau stand ein Fichtenzapfen Pate; je nach Luftfeuchtigkeit schließt oder öffnet sich die Fassade. Und Gebäudehüllen erzeugen aus dem Spiel von Licht und Schatten schillernde Farbeffekte nach dem Bauplan der Pfauenfeder.

Die Besucher der Ausstellung können über Gebäude nach dem Vorbild von Eisbär, Hummer oder Seeigel, staunen, die genialen "Verpackungen" der Natur ertasten und können an Mitmachstationen selbst zum Baubioniker werden.


Zurück zur Übersicht

Bionicum auf Facebook
Bionicum auf Intagram
Bionicum auf YouTube