ClownDino

Haha, an meinen Riesenschuhen bleiben Kletten und Teufelskrallen hängen. Warum?

Die auffälligen Samenkapseln von Proboscidea louisianica reisen im Tier-Taxi, um ihre Samen über größere Strecken zu verteilen. Die Blüten der Pflanze sind ungemein lecker für Bienen und Hummeln, die Früchte sind zunächst essbar und verholzen später zur markanten Teufelskralle-Form. Sie bleiben an den Hufen oder Pfoten größerer Säugetiere hängen und werden so weitergetragen. Die unfreiwilligen Verbreiter zertrampeln die Kapselfrüchte und setzen so die einzelnen Samen frei. Für Schäfer ist die Pflanze ein Problem: Schafe fressen den Strauch sehr gern, aber die Früchte verfilzen sich dank kleiner Widerhaken dermaßen im Schaffell, dass die Wolle an Wert verliert.

Bild Credits: Roger Culos – CC BY-SA 3.0




GentlemanDino

Den Augenblick genießen, Schluck für Schluck.

Vor etwa 150 Jahren war Schluss mit dem Kaffeeanbau auf Sri Lanka – Schuld daran war ein Rostpilz. Kaffee war damals das Nationalgetränk der Engländer. Und die damalige britische Kronkolonie Ceylon – das heutige Sri Lanka – war einer der bedeutendsten Kaffee-Exporteure. Dann tauchte ein Pilz auf, der eine vernichtende Blattkrankheit auslöste: der Kaffeerost Hemileia vastatrix. Dafür gediehen die Teepflanzen umso prächtiger. Die Kaffeebauern stiegen auf Tee um. Die Engländer taten es ihnen gleich und wurden zu begeisterten Teetrinkern.

Der weltweit am häufigsten konsumierte Kaffee ist Coffea arabica. Doch seine geringe genetische Vielfalt hat Schattenseiten. Inzwischen gibt es längst Mittel gegen den zerstörerischen Kaffeerost, damit Kaffee als morgendlicher Wachmacher immer zur Verfügung steht. Doch die Kaffeepflanzer müssen sich auf immer neue Krankheiten gefasst machen und ihre Anbaumethoden kontinuierlich anpassen, um ihre Ernten zu schützen.




BunnyDino

Oh, so viele bunte Eier, da hab ich alle Pfoten voll zu tun.

So viele unterschiedliche Vögel, so viele unterschiedliche Eier. Die meisten Eier legen wohl Hühnervögel. Die größten jedoch stammen vom Laufvogel Strauß. Auch das Ei vom Emu ist ziemlich groß und stabil. Die Schale muss immerhin das recht schwere Männchen aushalten, das die dunkelgrünen Eier bebrütet. Auch beim Perltinamu und Tataupatinamu übernimmt das Männchen die Brutpflege. Die Schale der Eier sieht fast lackartig aus und reflektiert Licht auf eine besondere Weise. Dagegen wirken die bläulichen Guirakuckuck-Eier eher rau und rissig. Bei dieser Art brüten die Weibchen zusammen in einem gemeinsamen Nest. Das Moorschneehuhn legt hellbraune Eier mit dunkelbraunen Flecken – die perfekte Tarnung auf Moorboden oder in der Tundra. Passend zur Nestumgebung sehen auch die Kolkraben-Eier aus, grün, mit unregelmäßigen braunen Flecken. Ganz schlicht wirken die cremefarbenen Eier vom Perlkauz. In seinem natürlichen Versteck – umgeben von Holz und Schatten – sind sie fast unsichtbar.

Präparate im Bionicum: SNSB Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns




DragDino

Oh là là, welche Federn zieh ich heute an? Es gibt ja so viel Auswahl.

Vogelfedern sind faszinierende Strukturen, die zahlreiche Funktionen erfüllen: Sie schützen, isolieren und ermöglichen das Fliegen, indem sie die Luftströmung lenken. Jede Feder besteht aus Keratin und wächst aus dem Federbalg. Es gibt verschiedene Typen: Konturfedern für die Körperbedeckung, Daunen für die Isolierung und Schwungfedern für den Flug. Bei flugunfähigen Vögeln wie Strauß und Emu übernehmen die Federn vor allem die Wärmeregulierung und den Schutz vor Umwelteinflüssen.

Federn in Vitrine: Tiergarten Nürnberg

Bild Credits: Thomas Hahn




ZaubererDino

Potz hokus pokus, bei meinem Hexenröhrling! Was ist das überhaupt?

Welche Pilze kann man sammeln und essen? Anfänger sind gut beraten, sich zunächst auf Röhrlinge zu konzentrieren, denn unter ihnen gibt es keine tödlich giftigen Arten. Der einzig giftige, der Satansröhrling, lässt sich einigermaßen gut von den anderen essbaren unterscheiden. Röhrlinge sind Pilze, deren Fruchtkörper einen Stiel und einen Hut haben. An der Hutunterseite befinden sich keine Lamellen, sondern eine schwammartige Röhrenschicht. Sehr beliebte Speiseröhrlinge sind Rotkappen, Steinpilze und Maronen.

Im rohen Zustand ist der Hexenröhrling ungenießbar. Wenn man ihn aber kocht, dann ist er köstlich und ähnlich in der Konsistenz wie ein Steinpilz. Der Satansröhrling dagegen ist immer leicht giftig und verursacht unangenehmen Brechdurchfall. Vom Hexenröhrling unterscheidet er sich durch seinen hellgrauen bis weißlichen Hut.

Modell im Bionicum: Thomas Müller Keramikpilze




PiratDino

Arr, Flossen hoch und her mit den schimmernden Steinen. Die kommen in meine Schatzkiste.

Schimmert schön und kommt in allerlei Farben – Meerglas. Die hübschen Steine aus dem Meer sind kein Naturprodukt. Was die Natur uns hier vor die Füße spült, ist eigentlich Müll. Alte Gläser und Scherben werden vom Meer und Sand über viele Jahre geschliffen und satiniert. Bei Sammlern weltweit liegen die Fundstücke mittlerweile hoch im Kurs. Aus den Scherben lässt sich nämlich viel lesen. Sie erzählen dem kundigen Finder „Geschichten im Sand“ über ihre Entstehung und ihr Alter. Sehen könnt ihr die Steine im Bionicum.




PrinzessinDino

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?

Das Zeitalter der Dinosaurier erstreckte sich über beeindruckende 200 Millionen Jahre. In dieser gewaltigen Zeitspanne haben unzählige Arten nacheinander die Erde bevölkert und sind wieder verschwunden. Sechs davon haben wir hier zusammengestellt. Doch sind sie sich jemals wirklich begegnet?

Tyrannosaurus und Triceratops standen sich tatsächlich direkt gegenüber. Dies belegen 70 Millionen Jahre alte Fossilien aus der Oberkreide Nordamerikas, mit ineinander verkeilten Skeletten. Auch Velociraptor lebte in der Oberkreide, allerdings in Asien. Ohne Flugzeug oder Bahn kam er nicht nach Nordamerika. Utahraptor war zwar Nordamerikaner, war aber 60 Millionen Jahre zu früh für T-rex und Triceratops dran. Vor 150 Millionen Jahren, also nochmals 20 Millionen Jahre früher, durchstreiften Stegosaurus und Brachiosaurus im Oberjura von Nordamerika die gleichen Landschaften. Ob sie sich dabei allerdings getroffen haben, ist nicht belegt.  

Eine große Dino-Party mit allen zusammen? Leider nicht – sie hätten wohl nie die Einladung zur selben Epoche erhalten! Aber so mussten sie sich wenigstens nicht um die Chips streiten… 😉




BatDino

Heute geh ich als Fledermaus. Praktisch, so kann ich besser hören und sogar fliegen.

Fledermäuse sind die einzigen flugfähigen Säugetiere und erstaunliche Akrobaten in der Dunkelheit. Sie nutzen Echoortung, um sich in der Nacht zu orientieren: Indem sie hochfrequente Geräusche aussenden, können sie die Echos von Objekten, wie beispielsweise Insekten, erkennen und so ihre Beute präzise orten. Diese Fähigkeit macht sie zu ausgezeichneten Insektenfängern, die große Mengen an Schädlingen vertilgen. Es gibt aber auch Arten, die Nektar, Früchte oder sogar kleine Wirbeltiere wie Fische oder Vögel fressen. Trotz ihres Rufes als „unheimliche“ Tiere sind Fledermäuse aus ökologischer Sicht äußerst wertvoll. Sie helfen nicht nur bei der Insektenkontrolle, sondern tragen auch zur Bestäubung von Pflanzen und zur Verbreitung von Samen bei. Die Hufeisennase ist in Europa, Asien und Afrika heimisch und bevorzugt versteckte, sichere Schlafplätze wie Höhlen, Felsspalten oder verlassene Gebäude. Sie fühlt sich besonders wohl in warmen, gut geschützten Umgebungen, wo sie tagsüber ruhig schlafen kann, bevor sie in der Nacht auf Jagd geht.

Präparat im Bionicum: Tiergarten Nürnberg

Bild Credit: Prof. emeritus Hans Schneider (Geyersberg), CC BY 3.0  




Wir wollen auch spielen! Rallye

Spielen ist nur was für Kinder? Von wegen! Bei dieser Museumsrallye dürfen Erwachsene knobeln, suchen und entdecken – alleine oder im Team. Los geht’s: Erlebt das Museum als Spielfeld voller Überraschungen. Habt ihr den Schatz gefunden, wird einem kleinen und sehr besonderen Überraschungsgast, dem Roboter noch die Bühne aufgerollt.

Das Angebot eignet sich für spaßige Geburstage, für Firmenevents und auch für zwischendurch oder einfach mal so.

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Kosten

Die 1,5-stündige Aktion in der Ausstellung kostet 40 Euro. Der Preis gilt jeweils für eine Gruppe von maximal 20 Personen.

Die Schatzkiste kann auch mit eigenen kleinen Geschenken befüllt werden.

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Unser Exponat in der Sonderausstellung HELLO NATURE im Germanischen Nationalmuseum

Das Exponat Zolldetektiv aus dem Bionicum bereichert seit dem 3. Oktober das Germanische Nationalmuseum Nürnberg. Es ist Teil der neuen Sonderausstellung: „Hello Nature. Wie wollen wir zusammenleben?“ Tja, wie kann das aussehen? Seht selbst und probiert aus, ob ihr einen guten Zolldetektiv für den Artenschutz abgeben würdet. Wir freuen uns, dass unser Serious Game einen Platz in dieser tollen und umfassenden Austellung gefunden hat.

Vielleicht stolpert ihr auch über eine Leihgabe des Tiergarten Nürnberg. Wir verraten nicht, welche… Das müsst ihr selbst herausfinden.

Mehr Infos dazu? https://www.gnm.de/ausstellungen/aktuell/hello-nature