Kleine Teilchen, große Wirkung – wie der Gecko haftet: Bionik auf der Ebene von Molekülen

Wirklich verblüffend sind die Baupläne der Natur, wenn man sie bis ins kleinste Detail untersucht.

Zum Beispiel Perlmutt: Betrachtet man das überaus feste Material unter dem Mikroskop, so treten viele feine Schichten zu Tage. Das Elektronenmikroskop zeigt, dass diese Schichten aus sechseckigen Plättchen bestehen. Bei noch stärkerer Vergrößerung erkennt man innerhalb der Plättchen versetzt angeordnete Nanopartikel.

Es ist wie bei einer Matrjoschka-Puppe: Tief im Innern wartet immer eine Überraschung. Auch bei der Spinnenseide ist der molekulare Aufbau der Schlüssel zu ihrer hohen Festigkeit.

Der Gecko nützt ebenso einen Effekt auf molekularer Ebene. Bei ihm sind die Sohlen der Füße mit feinen Lamellen besetzt, die sich wiederum aufspalten in feine Härchen, deren Spitzen wiederum aufgefranst sind. Durch diese Aufspaltung auf mehreren Ebenen gelingt es dem Gecko, dass seine Fußsohlen feinste Unebenheiten im Untergrund ausfüllen können. Derartige Unebenheiten gibt es selbst auf für uns glatt wirkenden Flächen wie Glas. Durch den engen Hautkontakt zwischen Fuß und Unterlage ziehen sich elektrisch geladene Anteile in den Molekülen an und wirken wie ein Kleber.

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