Fliegen ist Formsache – clevere Formen lenken die Strömung

Das Fliegen haben die Menschen von den Vögeln gelernt. Vogelflügel sind immer nach oben gewölbt. Dadurch strömt die Luft an der Oberseite des Flügels schneller als an der Unterseite. Da der Luftdruck in der schneller strömenden Luft geringer ist, wird der Vogel nach oben „gesogen“. Auch Flugzeuge halten sich mit gewölbten Flügeln in der Luft.

An den Flügelspitzen entstehen „Wirbelzöpfe“, die den Flug bremsen. Vögel entledigen sich der starken Wirbel, indem sie die Federn an ihren Flügelenden nach oben spreizen und schwächere kleine Wirbel erzeugen. Nach oben gebogene Flügelspitzen, sogenannte Winglets, sparen auch bei Verkehrsflugzeugen Energie.

Wie in der Luft, so geht es auch unter Wasser um Strömung. Die Brustflossen des Buckelwals haben an der Vorderseite viele kleine Hügel, Tuberkel genannt. Sie sorgen dafür, dass das Wasser die Flossen gleichmäßig umströmt. Die Tuberkel-Struktur verbessert auch bei technischen Bauteilen die Strömungseigenschaften.

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