Im Trüben fischen – Strömungs-Sensoren führen ans Ziel

Seehunde verfolgen auch in trübem Wasser zielsicher ihre Beute. Denn sie nehmen die feinen Verwirbelungen wahr, die die Fische im Wasser hinterlassen.

Dazu dient den Seehunden ein empfindliches Sinnesorgan: der Schnurrbart. Ein Seehund besitzt zirka 100 Schnurrhaare, die sogenannten Vibrissen. Sie sind jeweils von rund 1500 Nervenzellen umgeben. Damit kann er Wasserbewegungen von Tausendstel Millimetern erkennen.

Diese Fähigkeit der Seehunde fasziniert auch Ingenieure. Sie arbeiten an elektronischen Vibrissen für Roboter. Aber es ist nicht einfach, die Signale, die die Haare empfangen, zu räumlichen Bildern zusammenzusetzen.

Neueste Forschungen betreffen die wellige Form der Schnurrhaare. Sie bewirkt, dass die Haare trotz Strömung ruhig stehen bleiben. In der Technik könnte eine solche Form zum Beispiel verhindern, dass Antennen in Schwingung geraten.

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